Newsletter August 2021


Liebe Mitglieder, Paten und Patinnen, Spender*innen und Interessent*innen,

im Juli habe ich unsere Projekte in Kenia besucht, das Skills Center und Mobility Center (Berufsschule in Malaa bei Nairobi) und eine Primary School ein paar Kilometer entfernt, die von unserem Partnerverein Youth Support Kenia betrieben wird.


Allgemeines zur Situation in Kenia


Die Pandemie bestimmt nach wie vor den Alltag in Kenia: Ausgangssperre, Maskenpflicht, Waschgelegenheiten vor jedem Gebäude, Temperaturmessung vor dem Betreten aller Schulen und Geschäfte. Wie viele Leute tatsächlich infiziert sind, ist schwer zu sagen, da sehr wenig getestet sind, die Krankenhäuser sind überlastet, eine Region mit besonders vielen Kranken, wurde abgeriegelt. Die Kenianer hoffen auf baldige Lieferung von Impfdosen, jetzt wo in der ‚Ersten Welt‘ Impfstoff übrig ist. Da in Europa und den USA immer mehr Menschen geimpft sind und wieder reisen, freuen sich die Kenianer über eine steigende Zahl an Touristen. Den Klimawandel, den die Kenianer, wie alle Entwicklungsländer, nicht zu verantworten haben, wird hier deutlich wahrgenommen: Die Jahreszeiten verändern sich, das Wetter ist nicht mehr vorhersehbar, was vor allem für die Landwirtschaft ein Problem darstellt. Ein weiteres Beispiel für die Auswirkungen des Klimawandels: Am Kilimandscharo schmilzt der früher riesige Gletscher mit zunehmender Geschwindigkeit ab. Der Amboseli Nationalpark, dessen Wasserlöcher und Seen sich aus dem Gletscherwasser speisen, ist Lebensraum für viele Säugetiere und Vögel, u.a. Elefanten, Zebras, Giraffen, Nilpferde, Pelikane und Flamingos. Dass der Gletscher in den nächsten Jahrzehnten auf Grund des Klimawandels ganz verschwindet, lässt sich nicht mehr aufhalten. Dann wird das Gebiet austrocknen, die Tiere werden ihren Lebensraum verlieren, die Tourist*innen ausbleiben. Und am Meer räumen die Einheimischen den Plastikmüll weg, den sie zum allergrößten Teil ebenfalls nicht selbst verursacht haben.

Das Child Support Programm Im Child Support Programm unterstützen wir aktuell 70 Kinder und junge Leute überwiegend aus Mathare, dem zweitgrößten Slum in Nairobi. 38 dieser Kinder besuchen die Primary School (1. bis 8. Klasse), die von unserem Partnerverein Youth Support Kenya geführt wird, wobei ‚unsere Kinder‘ dort auch wohnen, alle anderen Kinder der Schule (insgesamt circa 250) leben in den umliegenden Dörfern. Auf einem großen Grundstück inmitten von landwirtschaftlichen Flächen mit einem Blick bis zu den Bergen, leben die Kinder dort in einfachen, aber sauberen und funktionalen Gebäuden und werden, wie ich mich überzeugen konnte, von Hausmutter, Köchin, Rektorin und Lehrer*innen liebevoll betreut und gefördert. Sie fühlen sich hier so zuhause und gut aufgehoben, dass sie in den Ferien, nicht nach Hause ins Slum wollten. Fast alle Kinder gehen offen mit ihren Erlebnissen aus ihrem Leben im Slum um, in vielen Fällen bestimmt durch Unsicherheit, einem Schlafplatz, den sie mit mehreren teilen müssen, häuslicher Gewalt bis hin zu sexuellen Übergriffen. Jimmy Kilonzi entschied daher die Kinder auch während der Ferien in der Schule bleiben zu lassen und die Eltern zu Besuchstagen einzuladen.

Mit viel Freude haben die Kinder mit Rita Enzinger, die mich auf meiner Projektreise begleitete, gesungen und an ihre Paten und Patinnen Briefe geschrieben. Auch einige Jugendliche, die weiterführende Schulen besuchen, kamen mit Linet, unserer Sozialarbeiterin im Slum, mit dem Bus zur Primary School, um beim Briefeschreiben dabei zu sein. So kam das Gruppenfoto mit über 50 Jugendlichen aus dem Child Support Programm zustande, es fehlen lediglich ein paar junge Menschen, die eine Universität, ein College oder das Skills Center besuchen.


Die Berufsschule (Skills Center)

Im Mobility Center können die Schüler, die Kfz-Mechaniker, Bäcker oder Bäckerinnen, Köche oder Köchinnen werden, praktische Erfahrungen mit Kunden sammeln. Ich konnte mich davon überzeugen, dass die Kfz-Werkstatt sehr gut angenommen wird; viele Autos standen zur Reparatur auf dem Hof. Außerdem kamen mehrere Bewohner aus Malaa in die Werkstatt, um ihre Fahrräder reparieren zu lassen, überwiegen Kinder und Jugendliche. Beim Bistro und der Ausbildung in der Bäckerei und Küche, kam es ganz aktuell zu einem Personalwechsel, so dass das Bistro nicht so gut besucht war. Da es jetzt eine neue und engagierte Lehrerin gibt, wird sich dies aber sicher bald wieder ändern. Im Skills Center sind aktuell 68 Schüler*innen. 32 von ihnen werden im August ihre staatlichen Prüfungen ablegen. Ohne IHRE Unterstützung könnten wir unsere Projekte zusammen mit unserem Partnerverein nicht verwirklichen. Allen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in unseren Projekten geben SIE eine Perspektive. Die Unterstützung verändert ihr Leben! Ganz herzlichen Dank dafür! Susi Kiehling Vorsitzende Promoting Africa e.V. Tel: +49 8143 264482 Mobile: +49 163 3363371 Mail: pro-a@posteo.de Promoting Africa e.V. Im Neubruch 16 D 82211 Herrsching Germany www.promoting-africa.de Spenden: Promoting Africa e.V., IBAN DE78 4306 0967 8201 4501 00 GLS Bank Bochum, BIC GENODEM1GLS Bitte Postadresse für Versand der Spendenquittung angeben, danke.


Empfohlene Einträge
Aktuelle Einträge