Newsletter Oktober 2020

Liebe Mitglieder, liebe Sponsoren, Freundinnen und Freunde,


ich möchte Sie / euch bezüglich der aktuellen Situation in Kenia und speziell in den Projekten von Promoting Africa auf dem Laufenden halten.


Grundlegendes zur Situation in Kenia:


Eine hohe Zahl von Corona-Infizierten und Toten, wie sie von der WHO prognostiziert wurden, ist zum Glück für fast den ganzen Kontinent Afrika ausgeblieben. Die Gründe sind vermutlich vielfältig. In Kenia liegt das Durchschnittsalter der Bevölkerung bei 18,2 Jahren, was sicherlich eine Rolle gespielt hat. In Deutschland liegt das Durchschnittsalter bei 44,5 Jahren. Ein weiterer Grund dürfte sein, dass Maßnahmen zur Eindämmung früh und konsequent umgesetzt wurden. So gibt es bis heute eine Ausgangssperre nach 23:00 Uhr, überall ist Maskenpflicht, die in Geschäften und auch eingehalten und kontrolliert wird. Vor allem die Bereiche Tourismus und Gelegenheitsjobs, z.B. in privaten Haushalten, und der Bildungsbereich wurden jedoch hart getroffen, was gerade die ärmere Bevölkerung in große finanzielle Bedrängnis bringt. Es ging aktuell auch durch die Medien: Nach einem jahrzehntelangen weltweiten Rückgang der extremen Armut, nimmt diese in 2020 erstmals wieder zu. Die Kinder und Jugendlichen in Kenia verlieren ein ganzes Schuljahr, denn Home Schooling fand praktisch nicht statt. Die Gehaltszahlungen an viele Erzieherinnen und Lehrer wurden größtenteils ausgesetzt.


Was tun wir und unsere Partner aktuell vor Ort?


Einige Schulstufen durften heute zum ersten Mal seit März wieder in die Schule gehen, darunter auch einige Kinder, die wir durch das Child Support Program unterstützen. Es sieht derzeit außerdem so aus, als ob das Skills Centre ab nächster Woche seine Tore wieder öffnen darf.

Das Mobility Centre mit Bistro, Kfz-Werkstatt, Fahrrad-Werkstatt, Frisörsalon und Internet-Café konnte über das gesamte Jahr in Betrieb bleiben. Die hier tätigen Lehrer und Mitarbeiter erhielten daher durchgehend ihr volles Gehalt, ebenso wie z.B. der Hausmeister im Skills Centre. Alle anderen bekamen ein Kurzarbeitergeld ausbezahlt, keine Selbstverständlichkeit in Kenia. Hilfspakete der Regierung gab es nicht. Inzwischen sind alle Lehrer wieder vor Ort und bereiten sich auf die Schülerinnen und Schüler vor, die bald zurückkehren werden, und auf die Umsetzung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen. So müssen etwa mobile Handwaschbecken vor die Räume gestellt werden und wir benötigen mehr und dafür kleiner Tische für die Kantine, um Abstandsregeln einhalten zu können. Außerdem wird die Toilettenanlage umgebaut bzw. saniert. Auch die Produktion von Masken wird im Skills Center wiederaufgenommen, um alle Schüler und Lehrer mit Masken ausstatten zu könne.


Vielen herzlichen Dank, dass Sie durch Ihre Spende all dies möglich machen!


Ihre Susi Kiehling

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